Ziele und Zielfrage

WAS DENKT UNSER KLIENT (eigentlich) ÜBER SEIN ZIEL?

Hat sich jemand aufgerafft um professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen, können wir davon ausgehen, dass derjenige; erstens, schon so manches versucht und zweitens, sich schon eine Menge Gedanken über die Zukunft gemacht hat. Viele Versuche weiter zu kommen sind gescheitert unser(e) Klient(in) hat das Gefühl auf der Stelle zu treten und womöglich zu versagen. Deswegen ist er/sie gekommen.

Es ist unwahrscheinlich, dass jemand ohne jede Vorstellung kommt.
Was aussieht als hätter unser Klient keine Vorstellung von dem was er will, und demnach fehlt, ist ein in Worte gefasstes Ziel.

Unsere Klienten machen sich sehr wohl Gedanken darüber welche Ziele möglich wären und wie man es anstellen müsste, diese Ziele auch zu erreichen. Sie machen sich Gedanken, welche ihrer Fähigkeiten sie ihren Zielen näher bringen könnten, welche "Mängel" hinderlich sind und was sie bis zum Ende durchhalten lässt.

Und über allem steht - HOFFNUNG - die Hoffnung es zu schaffen. Ohne Hoffnung geht es nicht und es liegt an uns Beratern und Coaches diese Hoffnung aufzubauen und schüren. Wir sollen in der Lage sein an die Fähigkeiten unserer Klienten zu glauben und ihnen das auch wieder und wieder sagen.

Was unsere Klienten nicht brauchen ist;

  • das Gefühl dass wir ihnen nicht nichst zutrauen;
  • auf noch mehr Hindernisse aufmerksam gemacht zu werden; und
  • etwas lernen oder können zu sollen, wovon er/sie schon weiß dass DAS ein "Mangel" oder eine "Unfähigkeit" ist;

also lauter Gedanken die an der Hoffnung das Ziel erreichen zu können, nagen.

Ein Fehler in meinen Augen, bei der Aussage, etws einfach nicht zu können, sofort an einen Glaubenssatz zu denken und zu meinen dieser Glaubenssatz müsste erst aufgelöst werden.
Nicht alles ist ein Glaubenssatz, im Gegenteil ich möchte voraussetzen, dass jeder so viel Selbstwahrnehmung hat um zu wissen ob einem etwas als unmöglich erscheint. Es gibt eben verschiedene Fähigkeiten, nicht alles sind Stärken, ganz viel davon sind auch selbst wahrgenommene Schwächen. Es ist vielmehr diese Zeit der "Selbstoptimierung" Schwächen unbedingt ausmerzen und sie nicht wahrhaben zu wollen. Manches kann man erlernen, manches nur rudimentär und manches bleibt auf immer ein "Mangel".
Wenn wir von Klienten wahrgenommenen Mängel nicht ernst nehmen, nehmen wir auch deren Selbstwirksamkeit und eigene Problemlösungsstrategien nicht ernst. Das stört die vertrauensvolle Bindung und unser Bemühen, Klienten in ihrer Zielfindung zu unterstützen, bleibt erfolglos.
Mag sein, dass Klienten bei unseren "Spielchen" mitmachen, aber draussen vor der Tür ist alles "beim Alten" geblieben.

Ob etwas ein Glaubenssatz ist, erkennt man oft an deren Betonung und am erwähnten Kontext.

Nicht nur die ZIELFRAGE ist wichtig.

In klientenzentrierten Coaching und Beratung ist es nicht nur wichtig nach dem Ziel zu fragen sondern auch danach was bisher schon unternommen worden ist um etwas bestimmtes zu erreichen.

Fragen, die an eigene Problemlösungsstrategien glauben lassen und selbstbewusstseinsfördnernd wirken.

  • Welche Unternehmungen waren vielversprechend und sollten weiter geführt werden?
    Hat es an Ausdauer oder an Ressourcen gefehlt um weiter zu kommen?
  • Welche Unternehmungen führten auf den Holzweg, sollten ganz unterlassen werden oder abgeändert?
    Warum hat die Unternehmung auf den Holzweg geführt
  • Woran sind Bemühung gescheitert und in welcher Weise? Was ist schiefgelaufen?
  • Hat zwar die Bemühung funktioniert, aber auf eine unerwartete Weise? Das Resulat war ein anderes?

Diese Fragen wirken sich auch zeitsparend aus, denn stellen wir sie nicht, laufen wir Gefahr, bereits probiertes aber ungewürdigt gebliebenes, ein weiteres Mal vorzuschlagen. Oft, sehr oft sagen und hinterfragen Klienten nichts - wir sind immerhin die Fachleute und "wissen" was wir tun.
Die Signalwirkung ist allerdings eine andere: Wir trauen unserem Klienten nicht zu, selbst schon richtige Schritte gesetzt und selbst schon verschiedene Möglichkeiten durchdacht zu haben.

Kontakt: Ulrike Orso; eingetragene Mediatiorin lt. ZivilMediatGes. / Lebens-u. Sozialberaterin in supervid.Ausbildung / Supervision
Babenham 64; 5221 Lochen (Grenzraum OÖ/Sbg-Flachgau); Tel: +43-(0)699 / 8123 8765; e-Mail: mediation@balanceakt.at
Web: mediation.balanceakt.at
 

Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.
-- Albert Einstein 

Wer nach vorne schaut kann die Lasten der Vergangenheit manchmal vergessen
und muss sie nicht beständig hinter sich herziehen.

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