Soziale Rollen und die damit verbundenen Erwartungen

Jede soziale Position ist an eine soziale Rolle geknüpft. Sie besteht aus den gesellschaftlich erwarteten Verhaltensweisen und richtet sich an den Inhaber dieser Rolle.

Bezugsgruppen:

Personen und Personengruppen mit denen der (zukünftige) Inhaber einer sozialen Position in eine Sozialbeziehung tritt.

Rollenerwartungen

... werden unabhängig von Einzelpersonen durch Gesellschaft oder Gruppe festgelegt. Die Verbindlichkeit von Rollenwartungen sind allerdings nicht gleich. Der Grad an Verbindlichkeit lässt sich an der Art der Sanktionen erkennen.
Je nachteiliger Sanktionen (juristische Bestrafung, Verachtung, Kündigung, etc.), bei Nichtbeachtung der Rollenerwartung ausfallen umso höher ist die Verbindlicherkeit, umso eher wird die Rollenerwartung erfüllt und umso eher lässt sich das Rollenverhalten einer Gruppe voraussagen.
Da im sozialen Gefüge auf positive Sanktionen leicht verzichtet werden kann, werden Rollen mit positiven Sanktionen (Beförderung, Lob, ...), als weniger Verbindlich angesehen.
Die Art der Sanktionen dienen auch als Orientierungshilfe in der sozialen Bewertung. Je negativer Sanktionen, bei Nichteinhaltung ausfallen können umso höher wird die gesellschaftliche Position bewertet.

Arten von Rollenerwartungen:

Muss-Erwartung oder „höchstverbindliche“ Erwartung"
Absolute Pflichten eines Rollenträgers und meist rechtsverbindlich. Bei Nichterfüllung droht nicht irgendeine negative soziale Bestrafung, sondern eine gesetzlich festgelegte.
Da die Einhaltung verbindlich ist zieht das Nichteinahlten der Erwartungen niemals positive Sanktionen nach sich.

Soll-Erwartung
Pflichten eines Rollenträgers, die zwar nicht unbedingt rechtlich festgelegt sind aber als verbindlich angesehen werden können. Gruppenzwang. Werden Pflichten, auch nicht festgeschriebene, nicht ausreichend erfüllt, drohen mit wahrscheinlicher Sicherheit negative soziale Sanktionen, die von den Betroffen meistens ebenso schlimm oder noch schlimmer empfunden werden wie rechtliche Strafen. (soziale Stigmatisierung, Ausschluss aus der Gemeinschaft)
Wer hingegen Pflichten und Erwartungen, über lange Zeit hinweg gut erfüllt wird dafür mit positiven Sanktionen belohnt.

Kann-Erwartung
Erwartungen die über die "normalen" Anforderungen einer Rolle hinausgehen sind die unverbindlichste Form der Rollenerwartungen. Zwar müssen diese Erwartungen nicht erfüllt werden aber ohne deren Erfüllung gibt es für den Inhaber der Rolle weder Fortkommen noch Weiterentwicklung (Verlassen der Komfortzone).
Je mehr Kann-Erwartungen erfüllt werden umso mehr Belohnungen dürfen erwartet werden.
(Quelle: Wikipedia)

Kontakt: Ulrike Orso; eingetragene Mediatiorin lt. ZivilMediatGes. / Lebens-u. Sozialberaterin in supervid.Ausbildung / Supervision
Babenham 64; 5221 Lochen (Grenzraum OÖ/Sbg-Flachgau); Tel: +43-(0)699 / 8123 8765; e-Mail: mediation@balanceakt.at
Web: mediation.balanceakt.at
 

Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.
-- Albert Einstein 

Wer nach vorne schaut kann die Lasten der Vergangenheit manchmal vergessen
und muss sie nicht beständig hinter sich herziehen.

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