Mediationsprozess

MEDIATION: TRANSFORMATION DES KRIEGES

Aussergerichtliches, lösungs-u. zukunftsorientiertes Konfliktmanagement bei der besonders menschliche Aspekte Beachtung finden.

Schritt für Schritt:

Kommt eine Anfrage ins Haus, kann entweder der Klient / die Klientin die Gegenpartei informieren oder überlässt die Anfrage lieber dem Mediator. In besonders problematischen Fällen wo nicht mehr miteinander geredet wird ist das häufig der Fall.

Alles kommt immer darauf an.... nichts ist fix. Die ganze Prozedur setzt eine gewisse Flexibilität, seitens des Mediators und der Klienten voraus.

Wurden beim ersten gemeinsamen Treffen alle Details, die Mediation betreffend, besprochen und die Mediationsvereinbarung unterschrieben, kann es mit der eigentlichen „Arbeit“ losgehen.

Da gilt es als erstes zu klären was an Problematischem alles besprochen werden soll. Die "Themenliste" wird, wenn es mehrere Themenbereiche gibt, Punkt für Punkt erstellt. Jedes Thema wird einzeln besprochen und abgehackt.
Sollte sich alles nur um ein Thema drehen, ist die Themenliste nicht nötig.

Jeder der Parteien beschreibt die eigene Sicht der Dinge und „erhellt“ somit, für alle Anwesenden, die Konfliktwahrnehmung aus der eigenen Perspektive. Damit wird Vertrauen geschaffen in dem man selbst vertraut und wagt sich auf den Prozess einzulassen.
Die Angst vor drohendem Gesichtsverlust ist wohl für jeden gegeben und soll unbedingt und auf jedem Fall respektiert werden.
Das wichtigste aber für jeden Menschen ist, Anerkennung zu erlangen, als Mensch mit Stärken und Schwächen gesehen und endlich wahrgenommen zu werden. Aufmerksamkeit und Offenheit ist gefordert, denn die Chance hier etwas oder jemanden mit „anderen Augen“ zu sehen, ist groß. Das Verstehen des Anderen ist der erste wichtige Schritt um gemeinsam an einer friedlicheren Zukunft arbeiten zu können. Für viele ist es sogar ein Meilenstein im Leben.
Jeder kann frei von der Leber weg sagen, was stört, was schmerzt, was Sorge bereitet, welch Wünsche und Hoffnungen bestehen, und was Bewegt. Weil das eine solch heikle Phase ist, ist es wichtig wirklich aufmerksam zu zu hören. Jedem Menschen gebührt die gleiche Wertschätzung (= ist das Schätzen und Respektieren um seiner Selbst willen und hat mit Leistung oder Stellung nichts zu tun) seiner Person. Nur mit dieser wohlmeinenden Grundhaltung gegenüber jedem Einzelnen, kann man weiter gehen, zum nächsten Schritt. Ab jetzt können sich die Parteien eines Mediationsverfahrens meistens auf Augenhöhe begegnen. Unterschiede ausgleichen gehört zu den mediatorischen Kernkompetenzen.

Sammlung der Lösungsoptionen. Das Verharren auf einem Standpunkt ist hier kontraproduktiv und führt fast zwangsläufig zur Frage: "Warum sind Sie hier?" und in Folge möglicherweise zum Abbruch. Je mehr Optionen umso besser, umso freier die Entscheidung.
Manchmal ist ein Kompromiss die richtige Lösung. Viel öfter aber sind vielleicht vorerst unmöglich erscheinende Möglichkeiten die besseren Alternativen. Ein Kompromiss ist meist nur die Halbierung des Problems.
Ergebnisoffenheit ist eine Grundvoraussetzung für den positiven Mediationsverlauf. Erfahrungsgemäß ist es so, dass Vereinbarungen, an denen man selbst gearbeitet hat, die gemeinsam erarbeitet wurden, dauerhafter sind als Vorschläge von Dritten. Nur die Parteien, in ihrer Funktion als Konfliktspezialisten in eigener Sache, können wissen was für ihre Situation die brauchbarste Lösung ist. Aus diesem Grund muss jede getroffene Vereinbarung mit der jeweiligen Situation konform gehen und sollte jederzeit an neue Herausforderungen angepasst werden können. Ist diese eine Möglichkeit gefunden geht es zum letzten Schritt.

Die Vereinbarung kann auf unterschiedliche Weise getroffen werden - alles ist möglich. Es wird Hände geschüttelt, nieder geschrieben und mündlich festgehalten. Wenn nötig gibt es auch die Möglichkeit des einklagbaren Notariatsaktes und mit § 433a ZPO ein Mediationsvergleichsgesetz. Unabhängig davon hat jede, wärend eines Mediationsverfahrens getroffene Vereinbarung, Rechtsgültigkeit.

Sind Vereinbarungen schwierig umzusetzen ist der Mediator bemüht mit Nachsorgeterminen, deren Einhaltung zu überprüfen und gegebenenfalls eine Verbesserung der Abmachung zu erarbeiten.

Sollte es trotz aller Bemühungen nicht klappen, dass die Mediation fortgeführt werden kann, kommt es zum Abbruch. Das heißt nicht dass die Mediation gescheitert ist, es heißt, dass ein Zusammenkommen unmöglich ist. Gleichzeitig verschafft der Abbruch zur Erkenntnis, die vielleicht noch nie so in ihrer Klarheit gesehen wurde, dass einfach nichts mehr geht. Das gilt es dann einfach zu akzeptieren.

Was ist die Aufgabe des Mediators, wenn die Klienten selbst nach der Lösung suchen müssen?
Ich schaffe den Aussprache-Raum. Die angenehme Atmosphäre und den Platz an dem meine Klienten sich aufgehoben fühlen und sich vertrauensvoll öffnen können. Mir obliegt, auf Grund meiner Ausbildung die Gesprächsführung und bin für den Ablauf sowie für die Einhaltung der vereinbarten Verhaltensregeln zuständig. Ich fasse zusammen und bringe Ordnung in die Situation, sorge für eine korrekte Formulierung der Vereinbarung sowie für deren Einhaltung.

Die Fertigkeiten des Mediators kann jeder lernen, es gibt aber eine Vielzahl an Fähigkeiten die mitgebracht werden müssen. Auf deren Vorhandensein kommt es an.

„Hart in der Sache, weich zum Menschen“ R. Fisher u. W.L. Ury: Das Harvard-Konzept.

Mediation ist älteste Form um Konflikte beizulegen. Noch bevor es irgend eine Form von Rechtsprechung und vor allem noch bevor es irgendwelche sozialen Berufe gab, wurden nahezu weltweit, Elemente der Mediation angewandt.
In Asien, besonders China und Japan, ersetzt Mediation nach wie vor fast zur Gänze den Rechtsapparat. In Amerika hat sich Mediation, ins Land gebracht wahrscheinlich durch chinesische Einwanderer, so weit etabliert, dass immer mehr Streitigkeiten mediativ gelöst werden. Der Gang vor Gericht gilt dort hingegen als teuer, langwierig und unpersönlich.

Gerade dann, wenn es sich um eine komplexe Situation handelt. Gerade, wenn die Stimmung eisig ist, kein Blickkontakt mehr besteht, (vordergründig) nichts mehr zu sagen ist, ja sogar dann, wenn man sich nicht einmal mehr im gleichen Raum aufhalten möchte - gerade dann, ist die Zeit reif für Mediation, dann kann ein Mediator oder ein Mediatorenteam grossartiges leisten um die Situation zu entschärfen und wieder eine Gesprächsbasis schaffen.

Selten kann man einen Konflikt „auflösen“. Aufösen ist oft zuviel verlangt. Zu lange dauern die Streitigkeiten schon an, zu viele Verletzungen sind passiert, zu viel Misstrauen liegt in der Luft und zu unsicher ist die Zukunft.
Gegenseitige Änderungsversuche und Vorwürfe haben nicht das gewünschte Resultat gebracht, ebensowenig manche gut gemeinten Ratschläge durch Dritte. Sie besonders haben sich oft als Fehlschlag herausgestellt und sind in Folge, auf einem Selbst zurück gefallen.

Dem Wunsch nach Befriedung geht oft eine große innere Not voraus, bis man sich ein Herz fassen kann und diesen Schritt setzt. Einfacher ist es, alles so zu lassen wie es ist. Im Streiten kennen wir uns aus - im Frieden schliessen weniger.
Obwohl ein Streit mit großer emotionaler Belastung einhergeht fällt es uns immer leichter negative Gefühle zu hegen.
Den Streit kann man pflegen für den Frieden muss man arbeiten.
Erstrebenswert wäre, wenn man den Konflikt transformieren könnte, so dass etwas Neues entsteht - eine neue Beziehungsebene - eine Chance. Das bedeutet zu allererst Arbeit - „Beziehungsarbeit“. Es bedeutet den Berg an Vorurteilen und Vorbehalten zu bewältigen. Und es bedeutet das Überwinden der eigenen Standpunkte und Empfindlichkeiten.

Aus diesem Grund nenne ich Mediation eine Methode zur Entwicklung von Konfliktbewältigungskompetenz. Diese Kompetenz wird ganz besonders wichtig, wenn man weiter miteinander auskommen muss. Weiter miteinander arbeiten muss, weiter unter einem Dach lebt und weiter für die gemeinsamen Kinder verantwortlich ist.

Mit ihren 5 Eckpfeilern bietet Mediation die Unterstützung, die sich jeder Mensch (insgeheim) wünscht.

  1. Ehrliches Interesse an einer zukunftsorientierten Vereinbarung und der entsprechenden Ergebnisoffenheit.
  2. Freiwilligkeit: Die freiwillige Teilnahme ermöglicht ein aufrichtiges Engagement.
  3. Eigenverantwortlichkeit: Die Beteiligten sind für die Entwicklung ihrer Vereinbarungsoptionen verantwortlich.
    Was mit Herzblut geschaffen wurde, dahinter kann man stehen, das ist von Dauer.
  4. Meine Allparteilichkeit: Die Aussagen jedes Einzelnen sind gleich wichtig und erhalten dementsprechend, gleichermassen Aufmerksamkeit.
  5. Vertraulichkeit: Alles Gesagte unterliegt einer überaus strengen Verschwiegenheit. Um ihrer selbst willen sollten sich auch alle beteiligten Personen diesen vertraulichen Regeln anschliessen.
Kontakt: Ulrike Orso; eingetragene Mediatiorin lt. ZivilMediatGes. / Lebens-u. Sozialberaterin in supervid.Ausbildung / Supervision
Babenham 64; 5221 Lochen (Grenzraum OÖ/Sbg-Flachgau); Tel: +43-(0)699 / 8123 8765; e-Mail: mediation@balanceakt.at
Web: mediation.balanceakt.at
 

Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.
-- Albert Einstein 

Wer nach vorne schaut kann die Lasten der Vergangenheit manchmal vergessen
und muss sie nicht beständig hinter sich herziehen.

Ich beantworte regelmässig Anfragen auf der
BestHelp - Onlineplattform und stehe für weiteren
Bedarf jederzeit  gerne weiter zu Ihrer Verfügung
 
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Online-Coaching u. mediative Konfliktberatung, je Schreiben (meinerseits) € 40,00.

Wertvolle Tipps finden Sie in meinem Buch:
"Konflikt - Bedrohung oder Chance"
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