Mediation im Vergleich

Unterschiede zu anderen bekannten Beratungsformen

COACHING | MEDIATION | GERICHT UND RECHTSANWALT| MODERATION | SCHLICHTUNG | SOZIALBERATUNG

Bei Coaching, Supervision, Psychotherapie und Mediation handelt es sich um Prozessberatungen.
Ein Prozess, eine Entwicklung soll angestossen, begleitet und gefördert werden. Die Klienten werden wärend der Betreuung an eine Lösung herangeführt, ohne sie beeinflussen zu wollen. Sie werden dazu befähigt, selbst, auf Grund ihrer Persönlichkeit, die Lösung zu finden die am Besten ihren Bedürfnissen entspricht.
Die Berater stellen (im Normalfall) weder vorgegebene ("so macht man das...") noch naheliegende Lösungen ("sehen Sie denn nicht...?) zur Verfügung.

Werde ich in meinem Fachgebiet "Konfliktlösung" über Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung um Auskunft gebeten, handelt es sich um eine Fachberatung, mit einer klaren Auftragsstellung und dem klaren Ziel für diese Frage eine passende Antwort zu finden. Abgesehen von Einzelgesprächen innerhalb eines Mediationsprozesses, schließen Konfliktberatung und Mediation einander gegenseitig aus.

Psychotherapie

Zielgruppe sind Privatpersonen mit dem Wunsch nach Bearbeitung unterschiedlicher psychischen Beschwerden und innerpersönlicher Konflikte. Angestrebt wird die Verbesserung der Lebenssituation, Stabilisierung und Weiterentwicklung der Persönlichkeit. Natürlich können psychische Probleme in einem bestehenden, unaufgearbeiteten Konflikt begründet sein, wie der aber gelöst werden könnte ist meistens nicht das Thema. In der Therapie soll der/die Klient/in dazu befähigt werden selbst an die Bearbeitung des Konfliktes zu gehen.

Supervision

Supervision richtet sich an berufstätige Personen und Gruppen und deren Fragestellungen. Die Verbesserung der Teamfähigkeit, der Arbeitssituation und der Arbeitsabläufe haben Vorrang. Es geht darum, salopp ausgedrückt, den Betrieb am Laufen zu halten, die Kommunikation zu verbessern, Differenzen zu klären und um den reibungslosen Ablauf der innerbetrieblichen Tätigkeiten weiterhin zu gewährleisten. Der Umgang miteinander und eventuell störende Verhaltensmuster werden analysiert um sie entweder zu verbessern oder zu beseitigen.
Der Supervisor ist unparteiisch. Er/Sie unterstützt die Supervisanden dabei zu erkennen, welches ihr Anteil an problematischen Situationen ist, bzw wie mit problematischen Situation besser umgegangen werden kann.

Eskalierte, hochemotionale Streitfälle und lang schwelende Konflikte sind für Supervisionen meistens nicht geeignet, da hier die Gefühlswelt, die Wünsche und Bedürfnisse des Einzelnen keine entsprechende Beachtung finden (können). Es ist nicht Aufgabe der Supervision, Wünsche und Bedürfnisse Einzelner nachzukommen - das ist mit dem Blick auf die Gesamtheit (Unternehmen) nicht vereinbar.

Supervision ist sinnvoll wenn:

  •    Mitarbeiter dazu befähigt werden sollen, gemeinsam zu neuen Problemlösungsstrategien zu kommen
  •    Konflikte frühzeitig erkannt und beseitigt werden sollen
  •    Arbeitsweise, Leistung und Methoden eines Teams verbessert werden sollen
  •    Strukturelle Probleme eines Teams / einer Organisation zur Lösung anstehen und klar benannt werden können  

SUPERVISION / COACHING - Vergleich

Team Coaching oder Supervision? Was ist für die aktuelle Situation geeignet? Was ist das konkrete Anliegen?
Die Zielsetzung gibt Aufschluss.
Wenige Unternehmen und Führungskräfte nehmen sich die Zeit, klare und eindeutige Ziele für Coaching oder Supervision auszuarbeiten. Mangelndes Wissen um Unterschiede der beiden Leistungen mag mit ein Grund dafür sein.
Ähnlich und doch verschieden. Supervision; es geht darum, strukturelle Verbesserungen im Team vorzunehmen und konkrete Fragestellungen zu bearbeiten. Das Handeln der Teammitglieder steht im Zentrum, daher werden Beispiele und Fälle aus der Arbeitspraxis als Grundlage genutzt.
Gegenseitiges Verständnis und bessere soziale Fähigkeiten ergeben sich zwar auch durch Supervision sind aber nicht primäre Zielsetzung. Im Coaching liegt der Schwerpunkt auf Persönlichkeitsentwicklung.

Wichtig: Es handelt sich bei Supervision nicht um Teambildungsmaßnahmen! Wie der Name schon sagt sollen mit diesem Maßnahmen Teambildung und Teamgeist gefördert und aufgebaut werden.

Coaching

Coaching gilt vorrangig Einzelpersonen und hier widerum vorrangig Führungskräften (zumindest war es die ursprüngliche Idee) oder Menschen mit besonderen beruflichen Herausforderungen die entweder erst in ihre Rolle hineinwachsen müssen oder eine Führungsrolle anstreben. Um sie ihrem Ziel näher zu bringen. Die Festlegung des Ziels spielt DIE zentrale Rolle. Coaching wird für einen gewissen Zeitrahmen vereinbart und gilt als beendet, wenn der Klient/die Klientin das Gefühl hat, die letzten Etappen zum Ziel alleine gehen zu können.
Coaches begleiten ihre Klienten zwar durch eine Vielzahl unterschiedlichster Problemstellungen, beschäftigen sich aber nicht mit Konflikten und deren Bereinigung sondern mit dem Menschen und seinen Zielen.
Der Coach nimmt die Funktion eines fördernden Gesprächspartners ein und hilft auf diese Weise dem Coachee seine eigenen Fähigkeiten zu entdecken, zu entwickeln und im Idealfall so zu mobilisieren dass vorhandene Anforderungen besser bewältigt werden können.

Coaching ist sinnvoll wenn:

  • Teammitglieder dabei unterstützt werden sollen ihr Potential auszuschöpfen. (Neue) Ideen und Fähigkeiten der Mitarbeiter ins Team eingebracht werden sollen
  • Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund steht
  • Es um Verbesserung der Teamarbeit geht, ohne dass konkrete Probleme zur Lösung anstehen
  • Mitarbeiter im Bereich der sozialen Fähigkeiten Nachholbedarf haben.

Teamcoaching:

Während des Coaching-Prozesses werden soziale Fähigkeiten, individuelle Stärken und Schwächen sowie Verhaltensmuster und ungeschriebene Regeln im Team beleuchtet. Der Coach bietet den Teammitgliedern dabei die Möglichkeit, ihren Umgang miteinander zu reflektieren und so vorhandene Fehler zu erkennen.

Mediation - Immer wenn Beziehung schwierig wird

Vorrang der persönlichen Bedürfnisse und Interessen. Professionelle Konfliktlösungskompetzenz im Sinne einer zufriedenstellenden Konsenslösung.

Mediation richtet sich an alle Personengruppen. Bei Konflikten ist abhängig von deren Tiefe, erfahrungsgemäss sowohl Arbeits-u. Beziehungsebene als auch die Kommunikation gestört und/oder stark beeinträchtigt. Verursacht von der inneren Anspannung, der Gereiztheit und der gefühlten Bedrohung wird sowohl die verbale als auch die nonverbale Kommunikation aggressiver, und oft aggressiver als beabsichtigt wahrgenommen.

Der Mediation geht meistens ein Streit voraus an dem zumindest zwei Personen beteiligt sind.
Aber auch vorbeugend, bei potentiellen Konfliktauslösern, kann Mediation oder mediative Beratung als guter Weg, vorbei an  allseitiger Unzufriedenheit und letztendlich an Eskaltion, angebracht sein.

Es handelt sich um ein vorwiegend freiwilliges, außergerichtliches Schlichtungsverfahren bei jeder Art von Streit, besonders aber bei schon eskalierten Konflikten.
Durch die gemeinsame Anstrengung der Streitparteien, die zugrundeliegenden Ursache aufzuspüren und sie sie soweit aus der Welt zu schaffen dass der Konflikt das Tagesgeschehen nicht mehr weiter beeinträchtigt, lösen sich psychische Belastungssymptome meistens soweit auf, dass eine harmonischere Zukunft realisierbar scheint.

Der Blick ist weniger in die Vergangenheit, mit all den begangenen Verfehlungen, gerichtet sondern in die Zukunft. Die Frage ist, wie will man in Zukunft miteinander umgehen? Was ist das ist das Ziel auf welches hingearbeitet werden soll?

Auch wenn eine vorgegebene „Lösung“ als die einfachere Variante scheint, so ist es doch nicht die Lösung die einem selbst als die Sinnvollste vorschwebt und entsprechend kurz ist ihre Haltbarkeit beim Auftreten neuer Unstimmigkeiten oder Unwegbarkeiten. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und wenn er nicht von Herzen bei der Sache ist, dann wird er sich auch schlecht am Riemen reißen und Versprechungen einhalten, die ihm nicht gefallen. Nur allzugerne fällt (fast) jeder immer wieder in alte Verhaltensmuster zurück.

Wir liefern also keine Lösungsmöglichkeiten. Ich stelle mich als Verantwortliche für den Klärungsprozess zur Verfügung, unterstütze und fördere die Medianden. Ich arbeite vermittelnd auf eine positive Konfliktbearbeitung hin, die als abschließenden "Höhepunkt" eine Vereinbarung mit sich bringt, in der alle Beteiligten sich widerfinden können.

Mediation ist sinnvoll wenn:

  • Es nicht nur um Teamarbeit geht, sondern auch um die Kommunikation zwischen unterschiedlicher Teams und Gruppen. Wie kann die Zusammenarbeit zwischen Gruppen und Teams verbessert werden?
  • Der wirtschaftliche Erfolg nicht vorrangig besprochen werden muss
  • Es komplexe Sachverhalte und Theman auszuarbeiten gilt
  • Keine bloß Ja/Nein-Antworten möglich sind
  • Das Wohlergehen der Mitarbeiter und das der Führungskräfte im Mittelpunkt steht
  • Für ein besseres Miteinander zwischen (Kollegen, Führungskräften / Mitarbeitern, Kunden, Klienten / Lieferanten ...) gesorgt werden soll
  • Reklamationsbearbeitung
  • Nachhaltige und andauernde Befriedung - keine kurzfrisigen Erfolge
  • Kosten, die durch Krankheit, Mitarbeiterwechsel und innere Kündigungen verursacht werden, reduziert werden sollen.
  • Viele verschiedene Interessen zur Sprache kommen und Konsenslösungen angestrebt werden sollen 

Mediation = Die beste Möglichkeit, Ungereimtheiten vorzubeugen, Missverständnisse zu bereinigen und den Weg zum Frieden zu ebnen.

Gericht und Rechtsanwalt

Rechtsberatung ist in vielen Fällen anzuraten und gewünscht. Beiden, Gericht und Rechtsanwalt dienen als Entscheidungsgrundlage die unterschiedlichen Gesetze. Es wird ausschließlich über Recht und Unrecht der Geschehnisse entschieden. Über Begleitumstände, über das Wann, Wie und Warum, in einem Konfliktfall, kann nicht entschieden werden und findet daher auch keine Beachtung. Vor allem aber bleibt die Frage unberücksichtigt "Wie-wollen-wir-weiterhin-miteinander-umgehen, in der Zukunft".
Menschliches Empfinden über Recht und Unrecht mit all seinen Zwischentönen kann nicht berücksichtigt werden, da Recht und damit auch Rechtsanwälte per se immer parteiisch ist/sind. Gesetze lt Gesetzbüchern sind von Menschen aufgestellte Hilfsmittel um „Recht“ und „Unrecht“ möglichst sauber voneinander zu trennen. Naturgemäß deckt sich ein Urteil nicht immer mit allseitigem Rechtsempfinden. Eine gerichtliche Konfliktbewältigung betont den trennenden Faktor der Konfliktparteien. Es werden klare Grenzen gezogen, die die Parteien rechtlich, manchmal auch physisch auf Distanz halten. Der zugrunde liegende zwischenmenschliche Konflikt wird dadurch nicht behoben sondern eher noch verstärkt.Insbesondere, wenn die beteiligten Parteien weiterhin zusammen leben oder arbeiten sollen ist zu befürchten, dass sich weder der „Gewinner“ noch der „Verlierer“ eines Rechtsstreits mit der Entscheidung wohl fühlen und die bereits vorhandenen Gräben nur noch tiefer werden.

Moderation:

Moderatoren leiten eine Gruppe wärend Diskussionen. Die Gespräche werden geordnet, zugeteilt und wesentliches wiederholt. Die Kommunikation wird mit Hilfsmitteln unterstützt um - Ideen und Vorschläge - der gesamten Gruppe zur Verfügen stellen zu können. Der Moderator ordnet den Ablauf des Streitgespräches, mischt sich aber keinesfalls in die Diskussion ein.

Schlichtung:

Während bei einer Mediation das vorrangige Ziel eine Konsensvereinbarung ist, wird bei der Schlichtung eine - zu akzeptierenden Kompromissvereinbarung - vorgegeben. Die schlichtende Person ist unparteiisch.

Sozialberatung:

Sozialämter sind meistens Anlaufstellen in denen eine Vielzahl an Angeboten koordiniert wird und die Beratung zum Ziel hat, den Klienten an die richtige Stelle zu verweisen.

Kontakt: Ulrike Orso; eingetragene Mediatiorin lt. ZivilMediatGes. / Lebens-u. Sozialberaterin in supervid.Ausbildung / Supervision
Babenham 64; 5221 Lochen (Grenzraum OÖ/Sbg-Flachgau); Tel: +43-(0)699 / 8123 8765; e-Mail: mediation@balanceakt.at
Web: mediation.balanceakt.at
 

Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.
-- Albert Einstein 

Wer nach vorne schaut kann die Lasten der Vergangenheit manchmal vergessen
und muss sie nicht beständig hinter sich herziehen.

Ich beantworte regelmässig Anfragen auf der
BestHelp - Onlineplattform und stehe für weiteren
Bedarf jederzeit  gerne weiter zu Ihrer Verfügung
 
Schreiben Sie mir einfach:
Online-Coaching u. mediative Konfliktberatung, je Schreiben (meinerseits) € 40,00.

Wertvolle Tipps finden Sie in meinem Buch:
"Konflikt - Bedrohung oder Chance"
Inhaltsübersicht