Kinder in der Mediation - JA! SICHER!

Es ist ja so, dass zwar viele Eltern ihre Kinder von ihren eignen Streiterein fernhalten wollen und auf nette Familie machen, Tatsache ist, die Kinder sind schon mittendrin. Sie sind Teil davon. Was immer die Eltern verheimlichen, die Kinder spüren, dass etwas (Unangehnehmes) vor sich geht und machen sich entsprechende Gedanken. Jetzt wird's schwierig, denn Kinder beziehen alles auf sich - bisher hatte alles mit ihnen zu tun. Kinder machen sich Gedanken und mangels eigener Erfahrung, können sie das was passiert nicht zuordnen und angemessen bewerten - es passiert etwas und das ist nicht gut. Kinder tauschen sich, wenn sie erwachsene Bezugspersonen nicht noch mehr belastet wollen - untereinander aus. Dabei kann es kommen, dass negative Einflüsse auf das Kind hereinprasseln - auch von anderen Erwachsenen - die von den Eltern eigentlich nicht gewollt sind. Die Angst der Kinder wächst, was passiert wissen sie nicht und sie können es weder beeinflussen noch irgendetwas dazu beitragen, dass ihr Leben nicht vollends schief geht. Sie haben Angst, Papa und Mama zu verlieren, sie haben Angst, dann völlig auf sich gestellt, alleine in der Welt zu stehen.
Man muss sich das alles so vorstellen, dass Kinder alles was wir schon wissen und womit wir schon Erfahrung haben erst erlernen müssen. Sie habe keine Möglichkeit auf Erfahrungswerte zurück zu greifen. Sie haben keine Möglichkeit in die Zukunft zu denken - da ihnen Rückschlüsse aus der Vergangenheit fehlen, und somit aus distanzierter Beobachterposititon abwarten zu können was passiert. Sie leben - je jünger sie sind, umso mehr - in der Gegenwart.
Um Kindern und ihren durchaus angemessenen Ängsten gerecht zu werden und sie vor noch mehr Ängsten zu bewahren, ist es fast möchte ich sagen zwingend notwendig, sie in den Beziehungskonflikt, die Trennungs, die Scheidung mit einzubeziehen. Die Kinder sind es die ein Grundrecht auf Informtation haben. Sie können, in dem sie miteinbezogen werden auch lernen, mit dem was passiert, umzugehen. Sie könenn ihre eigenen Ideen entwickeln, sie können ihre Ängste bearbeiten in dem sie von den Eltern lernen, wie mit Konflikten und Krisen sinnvoll umgegangen wird ohne dass alles Positive dabei kaputt geht.
Den Kinder zu liebe ist es daher empfehlenswert, sich einer Mediation zu unterziehen und die Kinder daran teilhaben zu lassen - wovor viele, viele Mediatoren große Scheu haben.
Es gibt ganz wenige Ausschliessungsgründe: Der/Die Mediator/Mediatorin kann mit Kindern nicht entsprechend umgehen und eine mögliche psychische Beeinträchtigung der/oder eines Eltern/teiles.

Positive Aspekte wären:

  1. Die Kinder können ihre Sicht der Dinge mitteilen.
  2. Die Kinder werden aktiv aufgefordert sich mit ihren Bedürfnissen an die Eltern zu wenden. Ihre Bedürfnisse werden gehört, gesehen, aufgeschrieben. Die Eltern befassen sich mit den Dingen die den Kindern wichtig sind und weniger mit ihren eigenen Konflikten.
  3. Die Kinder lernen etwas über positive Konflitarbeit.
  4. Die Kinder können einen überaus großen Beitrag zur Optionensammlung beitragen. Die "Aufteilung" der Kinder wird wesentlich flexibler gehandhabt.
  5. Die Kinder können sich besser und schneller an die neuen Gegebenheiten anpassen.
  6. Die Kinder sehen, dass aktiv und mit ihrer (wichtigen) Unterstützung daran gearbeitet wird, dass ihnen ihre Eltern erhalten bleiben.
  7. Die Eltern lernen die Sichtweise der Kinder kennen, die im elterlichen Konfliktgeschehen - vielleicht und völlig unbeabsichtigt - zu kurz gekommen ist.
  8. Die Eltern hören von ihren Kindern, dass sie weniger streiten sollen. Die Folge davon ist, dass sich Eltern oft wirklich mehr bemühen auf konstruktive Art und Weise zusammen zu arbeiten. Bis vor einiger Zeit konnten sie das ja noch ganz problemlos.
  9. Die Eltern bemerken dass ihre Kinder gute Ideen einbringen können und sich leichter als erwartet an die neues Situation anpassen.
  10. Die Kinder können zu Hause die Rolle eines Konfliktschlichters einnehmen, wenn sie sich dazu in der Lage sehen. "Ihr habt versprochen, dass..."

Ein paar Kriterien sind zu beachten:

Die Eltern müssen sich im Gespräch mit den Kindern absolut ruhig verhalten - wenn das nicht gewährleistet werden kann, sollten die Kinder getrennt von den Eltern intviewt werden.
Sowohl die Eltern als auch die Kinder müssen genau über die Aufgabe und die Rolle des/der Mediators/Mediatorin informiert sein.
Die Eltern müssen die Erlaubnis zum Interview mit den Kindern geben.
Der Aublauf des Gesprächs muss mit den Eltern genauenstens besprochen werden.
Die Eltern müssen sich unbedingt ruhig verhalten um die Kinder so wenig als möglich zu beeinflussen.
Das Gespräch mit den Kindern muss kindgerecht und altersgerecht geführt werden.
Die Kinder werden, wenn sie das wollen in zwei Mediationsprozesse miteinbezogen: Themensammlung und Optionensammlung.

Der Gewinn aus dem Beisein der Kinder im Mediationsprozess ist groß und soll auf alle Fälle genützt werden, wann immer möglich.

Kontakt: Ulrike Orso; eingetragene Mediatiorin lt. ZivilMediatGes. / Lebens-u. Sozialberaterin in supervid.Ausbildung / Supervision
Babenham 64; 5221 Lochen (Grenzraum OÖ/Sbg-Flachgau); Tel: +43-(0)699 / 8123 8765; e-Mail: mediation@balanceakt.at
Web: mediation.balanceakt.at
 

Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.
-- Albert Einstein 

Wer nach vorne schaut kann die Lasten der Vergangenheit manchmal vergessen
und muss sie nicht beständig hinter sich herziehen.

Ich beantworte regelmässig Anfragen auf der
BestHelp - Onlineplattform und stehe für weiteren
Bedarf jederzeit  gerne weiter zu Ihrer Verfügung
 
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"Konflikt - Bedrohung oder Chance"
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