Erkenntnisgewinn Erstgespräch

Den Erwartungen der Klienten entspricht dass eine Problemgeschichte von Grund auf beleuchtet wird um zu erkennen was, wann, wie falsch gemacht wurde. Früher wurde das allgemein auch so gehandhabt. Mit dieser einseitig problemorientierten Betrachtung wird aber auch der Blick auf das Ziel auf die Lösung des Problems verstellt. Ausserdem wird der Aspekt der "Schuld" zu sehr betont. Auch wenn sich rückblickend Schuld erkennen lässt, der Blick soll nach vorne gerichtet, in eine bessere Zukunft sein. Auch die Suche nach dem/den Schuldigen verstellt die Suche nach der passenden Lösung für ein Problem.

Natürlich soll auch der leidvollen Seite des Erlebens Verständnis und Beachtung geschenkt werden. Vor allem, wenn es um Probleme geht die nur zaghaft angesprochen werden. Oft genug werden leidvolle Geschichten zu wenig gewürdigt bzw. überhaupt wahrgenommen. Was daszu führte dass das Leid durch mangelnde Aufmerksamkeit und Nichtbeachtung noch verstärkt wurde. Ungeduld, Verständnislosigkeit und Desinteresse sind allzu oft die Antworten auf Probleme mit denen wir konfrontiert sind. Die Betroffenen selbst haben wenig Geduld mit sich und ihrer Situation und versuchen so schnell als möglich ihr Problem und die Problemlösung zu delegieren. "Mach etwas, damit es mir schnell besser geht."

Klarerweise dient Beratung dazu das Leid unserer Klienten zu beenden, das geht aber nur, wenn die Klienten auch mitarbeiten und selbst am Finden der Lösung interessiert sind.

Folgende Fragen können den Klienten Denkanstöße geben:

  • Hat es ähnliche Situationen bereits gegeben? Welche Erfahrungen wurden damit gemacht? Wie haben die Klienten aus dieser Situation wieder herausgefunden?
  • Was hat schon bisher im Umgang mit anderen Menschen und sich selbst geholfen die Situationen zu verbessern?
  • Wie wird das "Leben" in besseren Zeiten gestaltet? Wird jetzt, wärend der problematischen Situation, etwas vernachlässigt, was positiv zur Situationsverbesserung beitragen kann?
  • Welche wertvollen Informationen könnten in Symptomen oder leidvollem Erleben verdeckt enthaltent sein? Gibt es einen versteckten Gewinn aus dieser Problemsituation heraus?

Aus dem Vergleich mit unterschiedlichen Situationen lassen sich meist sehr wichtige Informationen darüber ziehen, was auch jetzt für die Klienten hilfreich wäre.
Oft ist den Klienten nicht genügend bewusst, dass sie selbst schon viele, vielleicht ähnliche Situationen, alleine bewältigen konnten. Dass sie selbst über Fähigkeiten verfügen, die vielleicht im Moment verdeckt sind, die aber auch jetzt sehr hilfreich wären.
Wenn es ganz ähnliche Problemsituationen schon gegeben hat, wäre die Frage angebracht: "Was ist jetzt anders?".

Ein wichtiger Teil unserer Klientenarbeit sollte deshalb auch dazu dienen hilfreiche Unterschiede in ihren eigenen Lebensbewältigungsstrategien wieder bewusst zu machen um sie wieder nutzen können.

Kontakt: Ulrike Orso; eingetragene Mediatiorin lt. ZivilMediatGes. / Lebens-u. Sozialberaterin in supervid.Ausbildung / Supervision
Babenham 64; 5221 Lochen (Grenzraum OÖ/Sbg-Flachgau); Tel: +43-(0)699 / 8123 8765; e-Mail: mediation@balanceakt.at
Web: mediation.balanceakt.at
 

Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.
-- Albert Einstein 

Wer nach vorne schaut kann die Lasten der Vergangenheit manchmal vergessen
und muss sie nicht beständig hinter sich herziehen.

Ich beantworte regelmässig Anfragen auf der
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Bedarf jederzeit  gerne weiter zu Ihrer Verfügung
 
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"Konflikt - Bedrohung oder Chance"
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