Arbeitsplatzkonflikte

Der Erfolg eines Unternehmens ist zu einem großen Teil davon abhängig wie wohl sich die Arbeitnehmer an ihrem Platz fühlen. Immer mehr Unternehmen sehen die Notwendigkeit auch für das persönliche Wohl ihrer Mitarbeiter zu sorgen.

Konflikwahrnehmung und Konfliktverhalten sind Teil einer Bedingung, damit Unternehmen sich den vielen unterschiedlichen Herausforderungen, stellen können. Die Voraussetzung dafür ist das Eingeständnis, dass es Konflikte gibt und immer geben wird.

In jedem Unternehmen sind kleinere und größere Differenzen Gang und Gäbe. Konflikt taucht überall auf, in jeder Form. Sei es als Reklamation, als -nicht ernst genommene - Rangelei unter Kollegen oder als Machtdemonstration. Nicht immer ist Konflikt als solcher erkennbar, meistens ist er unterschwellig und latent vorhanden, gehört quasi zum Inventar. - Man hat sich arrangiert. Genau das, das sich arrangiert haben soll nicht vorkommen - das sind die Krisenherde, denn wo ein Konflikt ist, kommt ein zweiter bald dazu.  
Auch wenn vorerst eine stillschweigende Übereinkunft besteht, nicht weiter am Konfliktherd zu arbeiten, untergräbt das latent vorhandene Unwohlsein, in seinem zerstörerischem Wesen die Firmenkultur und macht den Beteiligten immer wieder zu schaffen, er flammt auf und weitet sich aus auf Teams, auf Abteilungen und auf Niederlassungen.

In besonderer Weise kommt diese Problematik in Unternehmen zu tragen, in denen großer Konformitätsdruck herrscht, und die Hierarchie so strukturiert ist, dass der Informationsablauf zwar von Oben nach Unten tadellos funktioniert, in die gegenteilige Richtung aber nicht oder kaum. Oder in der Form, dass Informationen, die nicht ins Konzept passen aus Angst entweder nicht weiter gegeben werden, oder wenn doch, nicht gehört werden.

Ein ähnliches Problem gibt es mit Kundenreklamationen, die oft auf die lange Bank geschoben werden. Sind sie ungerechtfertigt? Fühlt man sich durch die Kritik persönlich angegriffen? Will man erst den Reflex „Schiess auf alles was sich bewegt, sprich jeden der mich angreifen will, abbauen? Womit auch immer die „Denkpause“ gerechtfertigt wird, alles was der Kunde will, ist gehört und mit seinem Problem, welches er auf seine Weise geschildert hat, wahrgenommen werden. Rasches Handeln ist gefragt und nicht hinauszögern.

Konflikte am Arbeitsplatz kommen dem Arbeitgeber teuer, ignorieren, verharmlosen oder zudecken sind immer die falschen Methoden um schlechtem Arbeitsklima zu begegnen.

Ungeklärtes, Unklarheit generell, wird oft zum Konflikt. Auf Grund der langen Zeit die üblicherweise am Arbeitsplatz verbracht wird, ist verständlich, dass jede Situation die nur in irgendeiner Form unangenehm ist, ihre negativen Auswirkungen auf jedermanns Psyche hat.
Aufreibenden Konfliktsituationen aus dem Weg zu gehen ist nicht immer möglich, im Gegenteil, oft ist man durch Arbeitsablauf und Räumlichkeit direkt und unausweichlich miteinander verbunden. Es gibt keine Rückzugsmöglichkeit, keine von oben gesteuerte Situationsverbesserung und keine Entlastung durch Konfliktbearbeitung - der Stress wird zur kraftraubenden Dauerbelastung. Burnout kann folgen - und tut es auch oft genug.
Es muss aber auch kein Burn-out sein um "unnötige" Kosten zu verursachen. Kosten die leicht mit gezielten Massnahmen, abzuwenden und in den Griff zu bekommen wären.

Was sind die großen Konfliktthemen in der Arbeitswelt:

  • Mitarbeiter die sich untereinander nicht verstehen und trotzdem gemeinsam arbeiten müssen.
  • Reklamationen und deren nichtadäquate Bearbeitung.
  • Mobbing - unterschwellig oder offen.
  • Unklarheit in jeder Weise, unklare Hierarchieverhältinissen, unklare Weisungen, unklare Aussagen, unklare Aufgabenstellungen..... Das Thema ist überaus ergiebig.
  • Machtkämpfe und Machtdemonstrationen.
  • Angst vor Arbeitsplatzverlust.
  • Angst vor Autoritätsverlust.
  • Fehlende Bestätigung dafür umso mehr destruktive Kritik.
  • Untergriffigkeiten, auch oder gerade, wenn sie scherzhaft gemeint sind. Jede Boshaftigkeit und kränkende Beleidigung, ist in ihrem innersten Wesen abwertend und beleidigend - der Scherz ist nur der Schafspelz.

Schlechtes Arbeitsklima schadet auf jedem Fall der Konzentration. Die Wahrnehmung kreist um die - pathetisch ausgedrückt - innere Not, was zu einer Anhäufung von Fehlern führt. Das kostet. Nicht nur die Aufmerksamkeit, auch Engagement und  Einsatzbereitschaft leiden, es kommt zur inneren Kündigung, die Leistung sinkt kontinuierlich ab.
Die innere Kündigung vermindert die Arbeitsleistung auf ein gerade noch erträgliches Minimum und kann, je nach Leidensfähigkeit des Mitarbeiters, über eine lange Zeit hinweg andauern, sogar Jahre.
Vermehrte Krankenstände aufgrund eines erhöten Leidensdruckes und Arbeitsausfälle über Monate, wenn Burnout diagnostiziert wird, sind der größte Kostenfaktor für mangelnde Bereitschaft - des Unternehmens - an der Konfliktkultur zu arbeiten.

MEDIATION am Arbeitsplatz

Das Konfliktpotential ist hoch am Arbeitsplatz.
Werden Konflikte nicht angegangen sondern "auf später" verschoben, ist so gut wie immer ist Angst im Spiel.
Die Angst, einer Situation nicht gewachsen zu sein. Die Angst, es könnte sich zu mehr entwickeln, zum Flächenbrand, wenn man an der makellos erscheinenden Oberfläche kratzt. Die Angst vor der Konsequenz, sich dem Thema stellen zu müssen und womöglich das Gesicht zu verlieren.
Häufig mag man auch denken, dass das Eingeständnis eines Konflikts im Betrieb, dem Ansehen und somit dem Unternehmen schadet. Möglicherweise freut sich die Konkurrenz und nützt den Konflikt zu ihrem Gunsten aus in dem sie den Ruf weiter schädigt.
Augen zu und durch, die Mitarbeiter müssen mit diesen Dingen selbst klar kommen, ist eine ebenso eine weit verbreitete Art mit Konflikten im Haus umzugehen, schließlich handelt es sich dabei doch bloß um persönlichlächerliche Animositäten, denen man tunlichst keine Bedeutung beizumessen braucht.

All das ist zwar praktisch und irgendwie auch verständlich, aber, Mitarbeiter sind oft aus vielerlei Gründen nicht in der Lage Auseinandersetzungen so beizulegen, dass sie damit ein für alle mal vom Tisch wären.
Vor allem fehlt es an Kompetenz sowohl im Lösen des Konflikts als auch an Kompetenz nachhaltige Veränderungen selbsttätig herbei zu führen.

Sie gewinnen an Ansehen, Sie vermindern Krankenstände, Sie sind mit Ihrer Belegschaft im Reinen; denn Sie nutzen die Gelegenheit und ziehen eine Mediatorin hinzu die Sie dabei unterstützt ein gutes Arbeitsklima zu schaffen oder wieder herzustellen.

Ihre Vorteile:

  • Klingt seltsam, ist aber so. Konfliktarbeit dient der Organisationsverbesserung.
    Organisatorische Missstände und daraus einstehende Kleinkriege kommen zur Sprache. Strukturelle Probleme können diskutiert und die Verbesserung in Angriff genommen werden kann.
  • Verbesserung der Zusammenarbeit innerhalb eines Teams und zwischen unterschiedlichen Abteilungen.
  • Zufriedene Mitarbeiten bringen vollen Einsatz, voller Einsatz bringt zufriedene Kunden - und Erfolg.
  • Verbesserung der psychischen Gesundheit jedes Einzelnen.
    Ihre Mitarbeiter sind gerne an ihrem Arbeitsplatz. Es gibt weniger Kündigungen und weniger Kündigungen bedeutet u.a. beständige und zuverlässige Firmenangehörige.
  • Die öffentliche Reputation, wenn man bereit ist in die psychische Gesundheit aller Mitarbeiter sowie natürlich der Eigenen, zu investieren darf nicht unterschätzt werden.
  • Ein konfliktfreies und unbelastetets Arbeitsumfeld fördert die Innovationsfreude der Mitarbeiter. Sie fühlen sich sicher, wertgeschätzt und können vielleicht unkonventionelle aber dennoch gute Ideen ohne Angst vorbringen.
    Streitereien blockieren nicht nur jede erfolgreiche Ideenbildung, sie werden auch zurück gehalten. Kein Ausbremsen, kein Ausstechen, kein Übervorteilen, sondern Anerkennung.
  • Natürlich werden auch Krankenstände weniger und die Freude an der gemeinsamen Sache "Unternehmen" wird verbessert.
Kontakt: Ulrike Orso; eingetragene Mediatiorin lt. ZivilMediatGes. / Lebens-u. Sozialberaterin in supervid.Ausbildung / Supervision
Babenham 64; 5221 Lochen (Grenzraum OÖ/Sbg-Flachgau); Tel: +43-(0)699 / 8123 8765; e-Mail: mediation@balanceakt.at
Web: mediation.balanceakt.at
 

Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.
-- Albert Einstein 

Wer nach vorne schaut kann die Lasten der Vergangenheit manchmal vergessen
und muss sie nicht beständig hinter sich herziehen.

Ich beantworte regelmässig Anfragen auf der
BestHelp - Onlineplattform und stehe für weiteren
Bedarf jederzeit  gerne weiter zu Ihrer Verfügung
 
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Online-Coaching u. mediative Konfliktberatung, je Schreiben (meinerseits) € 40,00.

Wertvolle Tipps finden Sie in meinem Buch:
"Konflikt - Bedrohung oder Chance"
Inhaltsübersicht